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Lungenkrebs - was ist das?

Das Lungenkarzinom ist eine häufige Krebserkrankung. Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen 68 und 70 Jahren. Als Hauptrisikofaktor gilt der inhalative Tabakkonsum.

Die Unterteilung der Lungenkarzinome erfolgt nach feingeweblichen Kriterien (Histologie). Hierfür wird eine Gewebeprobe unter dem Mikroskop untersucht. Man unterscheidet nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC, non-small-cell lung cancer) von kleinzelligen Lungenkarzinomen (SCLC, small-cell lung cancer).

Die Behandlungsoptionen und die damit verbundene Prognose richten sich nach dem Ausbreitungs-Stadium, dem histologischen Typ, dem Geschlecht, dem Allgemeinzustand und den Begleiterkrankungen des Patienten. In jüngster Zeit spielen zudem weitere, genetische wie nicht-genetische, Marker eine zunehmend wichtigere Rolle sowohl bei der Prognoseabschätzung als auch der Frage des besten systemischen Therapieansatzes. Im Lungenkrebszentrum Mittelhessen wird eine stadiengerechte Therapie nach den aktuellen Leitlinien in der interdisziplinären Tumorkonferenz als Empfehlung festgelegt.

Grundsätzlich stehen die Säulen Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie und die innovativen Therapien (sogenannte biologicals) in der Behandlung des Lungenkarzinoms zur Verfügung.

Operation:

Die Möglichkeit das Lungenkarzinom mittels einer Operation zu behandeln ist von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise dem Tumorstadium, der Histologie und den Begleiterkrankungen abhängig. Im Lungenkrebszentrum Mittelhessen stehen alle thoraxchirurgischen Verfahren zu Verfügung.

Strahlentherapie:

Bei einer Strahlentherapie wird zielgerichtete Strahlung dazu verwendet das Lungenkarzinom zu behandeln. Die Strahlentherapie findet Anwendung in der heilenden Therapie, sowie in der Behandlung und Kontrolle von Symptomen bei weit fortgeschrittenen Lungenkarzinomen. Hierzu stehen im Lungenkrebszentrum Mittelhessen alle verfügbaren Verfahren der Strahlentherapie zur Verfügung.

Chemotherapie:

Die Chemotherapie ist die medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen. Eine Chemotherapie kann unter heilenden (kurativen) Gesichtspunkten oder zur Verzögerung des Fortschreitens der Erkrankung (palliativ) eingesetzt werden. In bestimmten Krankheitsausdehnungen kann auch eine Chemotherapie nach (adjuvant) oder vor (neo-adjuvant) einer Operation durchgeführt werden. Hierzu stehen im Lungenkrebszentrum Mittelhessen alle verfügbaren Therapieprotokolle und Substanzen zur Verfügung.

Innovative Therapien:

Im Rahmen von immer besser werdenden genetischen Untersuchungsmöglichkeiten (molekulare Analyse) ergeben sich, bei bestimmten genetischen Veränderungen innerhalb der Krebszellen, zielgerichtete Therapieverfahren. Diese genetischen Untersuchungen kommen nur für bestimmte Lungenkarzinome in Frage. Zudem sind in letzter Zeit Verfahren entwickelt worden, die, auf der Basis von Oberflächenmarkern der Tumorzellen, zu den Immuntherapien zählen. Bei dieser Therapie wird das körpereigene Immunsystem ertüchtigt die Krebszellen besser zu erkennen und zu vernichten. Im Lungenkrebszentrum Mittelhessen werden diese Untersuchungen und Therapieverfahren regelhaft angewendet.

Palliativmedizin:

In manchen Fällen ist keine Therapie gegen den eigentlichen Lungenkrebs mehr möglich. Dies kann der Fall sein, wenn beispielsweise zu viele Begleiterkrankungen bestehen, oder der Allgemeinzustand keine Therapie zulässt.

Die palliativmedizinische Behandlung richtet sich gegen die Symptome der Erkrankung, um diese zu lindern und somit die Lebensqualität zu verbessern.
Auch in dieser Krankheitssituation werden Sie im Lungenkrebszentrum Mittelhessen behandelt. Hierfür stehen alle stationären und ambulanten Möglichkeiten zur palliativmedizinischen Behandlung zur Verfügung.

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